Prag: Europas Bischöfe beraten über Elternrolle bei Priesterberuf


Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) berät über Wege in das Priesteramt. Wichtig für Berufungen sei eine offene Familienkultur, in der entsprechende Entscheidungen gefördert würden, heißt es in einer am Montag in Prag zu Beginn der Beratungen veröffentlichten Stellungnahme der CCEE-Kommission für Berufungen. Die Familie sei zwar stark von der „erzieherischen Krise dieser Zeit gezeichnet“, könne jedoch zu einer entscheidenden Instanz beim Thema Berufungen werden, so die Bischöfe.


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DerverzweifelteJesusAn dem europäische Kongress für geistliche Berufungen nehmen bis Donnerstag Bischöfe, Verantwortliche für die Berufungspastoral, Referatsbischöfe für Berufungspastoral der europäischen Bischofskonferenzen, Referenten der Ordensgemeinschaften sowie Vertreter der Kommission für das gottgeweihte Leben in den USA teil. Das Treffen in Prag findet unter der Leitung von Bischof Oscar Cantoni (Crema/Italien) statt, des Präsidenten der CCEE-Kommission für Berufungen. An einem Teil der Plenarsitzungen und Arbeitsgruppen nimmt auch der Prager Erzbischof Kardinal Dominik Duka teil. Österreich ist durch den Generalsekretär des Canisiuswerks, Kurt Schmidl, vertreten.

Die Stimme der Eltern habe einen wesentlichen Einfluss auf die Entscheidung junger Menschen, so die Bischöfe. Die Eltern müssten deshalb stärker unterstützt werden. Der CCEE forderte die Mütter und Väter auf, sich nicht aus der Rolle der Erziehung zurückzuziehen und Jugendliche etwa den Medien zu überlassen.