Demo gegen den Quds-Marsch: Gesicht zeigen gegen Mord und Fanatismus


Der Quds-Marsch in Berlin ist keine Demonstration eines kleinen Berliner Bündnisses, sondern eine Macht-Demonstration des iranischen Regimes. Das aber steht für Islamismus, Antisemitismus und Homophobie.


Von Ulrike Becker|DER TAGESSPIEGEL

Gegendemo. Antifaschisten, Lesben, Schwule und Israel-Freunde protestieren gegen den Al-Quds-Marsch in Berlin. – Foto: dpa

Während in Wien die Verhandlungen der P5+1 mit dem iranischen Regime über das Atomprogramm laufen, bereitet man sich in Teheran parallel auf den so genannten „Quds-Tag“ an diesem Samstag vor. Dieser Tag (Quds = arabisch für Jerusalem) wurde vom iranischen Revolutionsführer Khomeini 1979 als politischer Kampftag eingeführt, um die Zerstörung Israels zu propagieren und weltweit für dieses Ziel zu werben. Bei den staatlich inszenierten Großkundgebungen in Teheran und anderen iranischen Städten werden israelische und amerikanische Flaggen verbrannt und Parolen wie „Tod Israel“ und „Tod den USA“ bzw. „Jerusalem gehört uns“ gerufen.

Auch in Berlin wird seit Jahren der Quds-Tag begangen, und so wird auch in diesem Jahr in der deutschen Hauptstadt zur Zerstörung der größten jüdischen Gemeinschaft aufgerufen: Israel. Das Ziel der Vernichtung Israels ist in der islamistischen Ideologie des iranischen Regimes zentral, es eint die unterschiedlichen Fraktionen im Machtgefüge des iranischen Regimes, die Hardliner und diejenigen, die im Westen als „moderat“ bezeichnet werden.

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