US-Beamtin verweigert Ehelizenz – Gotteswahn in Aktion


Dass der US-Supreme Court den Weg für die Homo-Ehe in allen Bundestaaten frei gemacht hat, mag ja schön und gut sein. Die Begeisterung der Gay Community weltweit war groß. Eine Lizenz zum Heiraten bekommt man als schwules oder lesbisches US-Paar deshalb jetzt trotzdem nicht überall. Beispiel: Rowan County, Kentucky. Dort hat die Staatsangestellte Kim Davis geschworen, niemals eine Ehelizenz auszustellen für gleichgeschlechtliche Paare, weil ihr Recht auf Religionsfreiheit ihr, laut Eigenaussage, das Recht gibt, sich über die Entscheidung des Obersten Gerichtes und Anweisungen des Gouverneurs sowie des Staatsanwalts hinwegzusetzen.


Von Kevin Clark|Männer

Staatsbeamtin Kim Davis, die sich zusammen mit ihrem Team weigert, Ehelizenzen für gleichgeschlechtliche Paare auszustellen.

Da wir im Zeitalter von Smartphones leben, blieb diese provinzielle Besonderheit der Restwelt nicht lange verborgen. Zwei schwule Männer, David V. Moore und David Ermold, die seit 17 Jahren ein Paar sind, in Rowan County leben, Steuern zahlen und nun heiraten wollen, gingen mit Freunden aufs Amt, um die Reaktion von Davis und ihren Mitarbeitern zu filmen. Sie hatten deren Homophobie bereits zuvor, beim ersten Anlauf, zu spüren bekommen.

Davis behauptet, es sei eine „tiefverwurzelte Überzeugung“, die sie hindere, die entsprechende Lizenz auszustellen. „Mein Gewissen erlaubt es mir nicht, das zu tun.“ Die American Civil Liberties Union (ACLU) hat letzte Woche im Auftrag von schwulen und lesbischen Paaren bereits Klage gegen Davis eingereicht. Davis ist eine von zwei Beamten (von insgesamt 120) im Bundesstaat, die sich weigern, das Gesetzt zu befolgen. „Dieses neue Gesetzt widerspricht allem, was für mich in meinem Leben heilig ist“, sagt Davis.

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