Apostel Marx dämpft Erwartungen an Familiensynode


Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Kardinal Reinhard Marx, hat vor zu hohen Erwartungen an die Weltbischofssynode im Oktober gewarnt. Es werde „nicht einfach und ein langer Weg sein, zu den Themen Ehe, Familie und Sexualität etwas global Verbindliches zu sagen“, sagte der Münchner Erzbischof beim Sommerempfang seiner Diözese am Donnerstagabend in der bayerischen Landeshauptstadt.


kathweb

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,
Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Er habe in den vergangenen Monaten das Gefühl bekommen, dass es auf vielen Baustellen, mit denen er zu tun habe, unübersichtlicher geworden sei, bekannte Marx. Es gehe nicht darum, dem Zeitgeist zu huldigen. Auch spreche der Geist nicht nur durch die Bischöfe, sondern auch durch die Geschichte. Auf ihn und aufeinander gelte es zu hören.

Der Vorsitzende des Münchner Diözesanrats, Hans Tremmel, rief mit Blick auf die Bischofssynode zu verbaler Abrüstung auf. Er bedauerte, „dass man teilweise kaum mehr erkennen kann, dass hier Christen den richtigen Weg für das Volk Gottes in schwierigen Fragen suchen“. Die Äußerungen gegenüber Personen und Institutionen seien „bisweilen jenseits der Grenze des guten Geschmacks“. Durch „Differenzieren, Diskutieren und Debattieren“ müsse das Lagerdenken aufgebrochen werden.

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