Dschihadaist, V-Mann, Buchautor – zum Wohle des Staates


Irfan Peci war Dschihadist in Berlin – dann arbeitete er als V-Mann. Um ihn zu schützen, vertuschten Behörden möglicherweise eine Straftat.


Von Ulrich Kraetzer|Berliner Morgenpost

Seit seiner Enttarnung lebt der Dschihadist und Buchautor Irfan Peci im Untergrund. Sein Foto aber darf die Berliner Morgenpost abdrucken. Foto: Frank Bauer

Das Kopftuch hatte Irfan Peci beeindruckt. Bis dahin hatte er Actionfilme geschaut und seine Mitschüler verprügelt. Für den Islam, hatte sich der Achtklässler dagegen nicht interessiert. Er war auf dem besten Weg, sein Leben in den Sand zu setzen.

Doch jetzt kam dieses Mädchen, Elif hieß sie, und zeigte dem Raufbold, was „ein gottgefälliges Leben“ war. Irfan fühlte sich ertappt – und beschloss, sein Leben zu ändern.

Es war der Beginn einer schleichenden Radikalisierung. Sie ließ Irfan Peci zu einem führenden Protagonisten der deutschen Dschihadisten-Szene werden – dann warb ihn der Verfassungsschutz an.

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