E-Fan: Der Traum vom elektrischen Fliegen


foto: epa/guy drollet france E-Fan
Mit dem E-Fan hat erstmals ein Elektroflugzeug den Ärmelkanal überflogen. Airbus macht sich nun an die Entwicklung schadstofffreier Regionalflugzeuge.


Von Stefan Brändle|derStandard.at

Es war ein kleiner Flug für den erfahrenen Testpiloten, aber ein großer für die Menschheit: Der Beweis ist erbracht, dass CO2-freies Fliegen mit elektrischem Antrieb aus der Steckdose auch über weite Distanzen möglich ist. Aus dem englischen Küstenflughafen Lydd kommend, landete am Freitag um 10.56 Uhr in der nordfranzösischen Hafenstadt Calais die neueste Errungenschaft des europäischen Luftfahrtkonzerns Airbus, der sogenannte E-Fan.

Tosender Applaus von hunderten von Gästen empfing den Doppelsitzer, der sich am Horizont noch wie ein zweistrahliger Sportflieger ausgenommen hatte. Das Flugzeug machte keinen Laut, als es mit 130 km/h landete: Die beiden vermeintlichen Düsentriebwerke am hinteren Rumpf erwiesen sich als Mantelrotoren, die durch Akkus angetrieben werden. Speziell sind auch die beiden Fahrgestelle des 500 Kilo leichten Himmelsgefährts: Sie sind hintereinander unter dem Rumpf angeordnet; für die Balance am Boden sorgen einzig zwei winzige Rädchen an dünnen Federstreben unter den Flügeln.

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