Islambehörde in Malaysia bestraft mehr fastenunwillige Muslime


74 Peitschenhiebe für Essen im Ramadan im Iran. Themenbild: ncr-iran.org
Die Islambehörde der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur geht während des laufenden Ramadan verschärft gegen fastenunwillige Muslime vor. Seit Beginn des Fastenmonats am 18. Juni habe sie 28 Muslime in Gewahrsam genommen, die öffentlich gegessen und geraucht hätten, berichtete am Samstag (Ortszeit) die staatliche Nachrichtenagentur Bernama. Im vergangenen Jahr seien es während des gesamten Ramadan nur 18 gewesen.


kathweb

Die Fastenbrecher müssten mit einer Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten, umgerechnet 236 Euro Geldstrafe oder beidem rechnen. Mit Argwohn betrachte die Behörde auch Garküchen und Fast-Food-Restaurants, die während des Ramadans Nahrungsmittel an Muslime verkauften.

Die beim Essen ertappten Muslime hätten gesundheitliche Gründe oder die Erfordernisse ihrer Arbeit als Bauarbeiter oder Fahrer als Gründe für die Missachtung des Fastengebots angegeben, sagte ein Sprecher der Behörde gegenüber Bernama. Zugleich betonte er, dass die Behörde keinen dieser Gründe akzeptiere. „Uns sind deren Motive egal. Wir sind aktiv geworden, weil sie durch Essen in der Öffentlichkeit den Ramadan nicht akzeptiert haben.“ Muslime dürfen während des Ramadan zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang weder essen noch trinken.

Der vierwöchige Ramadan endet in diesem Jahr am 17. Juli.

1 Comment

  1. Vielleicht sollten die Islamweichspüler (Khorchide, Hübsch, Khokhar,…) ihre malaysischen Kollegen mal darauf hinweisen, dass es „keinen Zwang im Glauben“ gibt. Je größer der Anteil an Muslimen in einem Land ist, desto weniger kennen diese Koranstelle.

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