Terrorismus, Offshore-Windparks und Notstandsgesetze


In Deutschland hat man für Offshore-Windkraftanlagen und ihre Anbindung an das Übertragungsnetz auf dem Festland noch kein Sicherheitskonzept entwickelt. Das, was die Anlagen verwundbar macht, galt bislang als ein Vorteil der Offshore-Windkraftanlagen: Dass man sie von Land aus aufgrund der Erdkrümmung nicht sieht. Leider sieht man damit auch nicht, wer sich als unerwünschter Besucher den Windkraftanlagen nähert.


Von Christoph Jehle|TELEPOLIS

Offshore-Windkraftanlagen und ihre Kabelanbindungen. Karte: Maximilian Dörrbecker. Lizenz: CC BY-SA 2.0

Eine Lösung für das mit der Ballung von Windkraftanlagen zu Windkraftparks in der Nordsee einhergehende gesteigerte Sabotagerisikos gibt es aber noch nicht, wie die Bundesregierung auf Anfragen der Linken-Abgeordneten Christine Buchholz hin zugeben musste. Auf die Frage nach entsprechend instruierten und ausgestatteten Einheiten der Bundeswehr aus Marine, Luftwaffe oder Heer für den Schutz dieser Anlagen und dem zumindest in der Theorie oder in Planspielen durchdachten Umgang mit einer derartigen Gefahrenlage im deutschen Offshore-Bereich gab das Verteidigungsministerium die folgende – bemerkenswert nichtssagende – Antwort:

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