Zeugen Jehovas: Beten in der Ostkurve


Gebetbücher, wo sonst der Fußball regiert: Kongress der Zeugen Jehovas im Waldstadion. Foto: Alex Kraus
Zum dreitägigen „Kongress“ der Zeugen Jehovas wird das Stadion der Eintracht zu einem gigantischen Freiluft-Tempel umfunktioniert.


Von Clemens Dörrenberg|Frankfurter Rundschau

Am Samstagnachmittag zieht es viele in den südlichen Stadtwald. Die einen suchen Abkühlung im Stadionbad, die anderen Erleuchtung in der Commerzbank-Arena. Zum dreitägigen „Kongress“ der Zeugen Jehovas sind an diesem Tag rund 17 000 Menschen in das Fußballstadion gepilgert.

Unter geschlossenem Dach sitzen Tausende Menschen auf der Haupttribüne und in der Ostkurve, um den Predigten ihrer Glaubensrichtung zu lauschen, gemeinsam zu singen und zu beten. Die Ostkurve ist während Eintracht-Spielen neutraler und Gästebereich. Gegenüber, in der Nordwestkurve, schreit der harte Kern der Eintracht-Fans in den Stehblöcken ihre Mannschaft nach vorne. Heute sind zwei der Tribünen bis zu den obersten Rängen gefüllt.

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