Blutiger Ramadan


Terror und Krieg prägen den muslimischen Fastenmonat. Die Bilanz des Fastenmonats fällt in diesem Jahr erneut blutig aus. Forscher bewerten die Entwicklung unterschiedlich.


Von Burkhard Jürgens und Paula Konersmann|kath.net

ramadanLyon, Kairo und Sousse, Nigeria, Kuwait und Somalia, der Irak und die Sinai-Halbinsel – die Liste der Terrorziele der vergangenen Wochen ist lang. Dabei hatten sich Terrorgruppen wie Boko Haram in Nigeria in den Vorjahren während des muslimischen Fastenmonats eher zurückgehalten. Doch in diesem Frühjahr rief die Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) dazu auf, aus dem Ramadan «einen Monat der Katastrophen, Niederlagen und Schande für Ungläubige» zu machen.

Die extremistische Saat ist offenbar aufgegangen. Israels Präsident Reuven Rivlin beklagte, der Fastenmonat habe sich in einen «Ramadan des Terrors» verwandelt. Und Ende Juni – nach dem Massaker am tunesischen Touristenstrand, einem Angriff auf eine Moschee in Kuwait und einer Enthauptung in Frankreich – schrieben zahlreiche westliche Medien von einem «schwarzen Freitag».

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