Klagemauer wird Teil des israelischen Protokolls


Israelische Staatsgäste sollen künftig auch an die Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt geführt werden. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Außenministerium laut dem Sender Arutz Scheva. Gegenwärtig umfasst das Protokoll für offizielle Besucher den Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, des israelischen Parlaments sowie des Grabes von Theodor Herzl (1860-1904), dem Vordenker eines modernen Judenstaates.


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Gemälde von Gustav Bauernfeind. Bild: wikimedia.org/PD

Das erweiterte Programm soll erstmals kommende Woche beim Staatsbesuch des italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi zum Tragen kommen. Vize-Außenministerin Tzipi Hotovely begründete die Aufnahme der Klagemauer unter anderem mit „Absichten, unsere Position in Jerusalem zu stärken“. Das Amt räumte ein, man rechne mit der Ablehnung dieser Pflichtstation durch manche Staatsgäste und Diplomaten. In dem Fall wolle man Überzeugungsarbeit zu leisten. Die meisten Gäste hätten bereits früher gebeten, auch die Klagemauer sehen zu dürfen.

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