56 % der US-Amerikaner: Religionsfreiheit ist wichtiger als Homo-Rechte


Bild: The Huffington Post
Die USA-weiten Legalisierung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare wurde zu Recht als Sieg der Menschenrechte über Vorurteile von vielen Menschen in aller Welt begrüßt. Was nur teilweise bedacht wurde, war die Gefahr, dass eventuell ein Menschenrecht gegen das andere gestellt werden kann.


Von Dr. David Berger|The Huffington Post

In den USA war das bereits im Vorfeld der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs so, dass sich fundamentalistische Christen für ihre Ablehnung der Homo-Ehe auf die Religionsfreiheit beriefen. So beriefen sich zum Beispiel streng christlich orientierte Bäcker für ihre Weigerung lesbischen oder schwulen Paaren eine Hochzeitstorte zu backen, auf die Religionsfreiheit. Oder wollten im Namen ihrer Religion homosexuellen Kunden keine Pizza verkaufen.

Nach der Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofs zugunsten der Eheöffnung spitze sich der Konflikt noch zusätzlich dadurch zu, dass Homo-Aktivisten die Entscheidung des Supreme Court als Sieg über die „bibeltreuen“ Protestanten und konservativen Katholiken mit einer gewissen Häme feierten.

Unter anderem diese ausgespielte Siegerpose und die Opferrolle, die daraufhin christliche Aktivisten einnahmen, haben sich auf die Gesamteinstellung der amerikanischen Gesellschaft offensichtlich nachteilig ausgewirkt. Nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur Associated Press-GfK ist die Zustimmung zur „Homo-Ehe“ im Vergleich zum Jahresanfang zurückgegangen.

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