Burkini: Islamisch baden in Österreich


Es ist Sommer, und die aktuelle Hitzewelle hat Österreich voll im Griff: Was da Erfrischung bringt, ist ein Besuch in einem Bad. Für streng gläubige Musliminnen ist das aber gar nicht so leicht.


Von Andreas Mittendorfer, Johanna Grillmayer|religion.ORF.at

Unter einem Burkini (auch Bodykini) versteht man schariakonforme Badebekleidung für Frauen. Der ganze Körper außer Gesicht, Händen und Füßen wird verhüllt. Er ist aus Elasthan oder Polyester und alles in allem aus dem gleichen Stoff wie „normale“ Badeanzüge. Bild: orf.at

Zwar ist frommen Musliminnen das Schwimmen nicht untersagt, in der Öffentlichkeit, zumal wenn fremde Männer anwesend sind, sollten sie sich aber aus religiösen Gründen bedeckt halten. Genau dafür wurde der Burkini, eine Art Ganzkörperbadeanzug mit integrierter Badekappe, erfunden. Obwohl es den Burkini schon seit mehr als zehn Jahren zu kaufen gibt, sieht man ihn noch selten in österreichischen Badeanstalten und Strandbädern.
„Hygienische Gründe“ vorgeschützt

Dass der islamische Badeanzug in Österreich noch keine Selbstverständlichkeit ist, zeigte unter anderem ein Vorfall im Florian-Berndl-Bad im niederösterreichischen Bisamberg in der letzten Schulwoche des Jahres: Einer 16-jährigen muslimischen Schülerin, die mit der Schulklasse dort war, wurde der Zutritt zu dem Bad verweigert, weil sie vorhatte, dieses in einem Burkini zu betreten – aus „hygienischen Gründen“, wie es zur Begründung hieß.

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