Indoktrination: So züchtet der IS seinen Terror-Nachwuchs


Foto: AP Menschenrechtsaktivisten zufolge mussten sich in diesem Jahr bereits mehr als 1000 Kinder dem IS anschließen
Die Terrormiliz IS versucht, entführte Kinder zu Kämpfern auszubilden. Ein 14-Jähriger packt nun über die Indoktrination aus. Es ist ein Mix aus Geschenken, Gehirnwäsche und der Lehre des Köpfens.


DIE WELT

Zuerst sahen die Kinder Videos mit Menschen, die enthauptet werden. So etwas würden sie eines Tages selber tun, sagten die Ausbilder der Terrormiliz Islamischer Staat – aber zuerst müssten sie die Technik üben. Jeder der mehr als 120 Jungen erhielt ein Schwert, eine Puppe und das Kommando, dieser den Kopf abzuschneiden.

Ein 14-Jähriger, wie die anderen Kinder ein Angehöriger der jesidischen Minderheit und vom IS entführt, konnte es nicht richtig hinkriegen. Er schwang das Schwert einmal, zweimal, dreimal. „Dann zeigten sie mir, wie man es hält und sagten mir, wie man trifft. Sie sagten mir, es sei der Kopf eines Ungläubigen“, schilderte der Junge, den die IS-Entführer in Jahia umbenannt haben, unlängst im nördlichen Irak. Dorthin war er geflüchtet, er hatte aus dem IS-Trainingslager entkommen können.

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