Fremdenfeindlichkeit: Flüchtlingsunterkünfte immer häufiger in Flammen


Brandstiftung © 96dpi auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Die Zahl von Brandstiftungen auf Flüchtlingsunterkünfte steigt dramatisch. Allein im ersten Halbjahr 2015 gab es 150 Übergriffe auf Flüchtlingsheime. Die Politik zeigt sich schockiert, mehr als Appelle gibt es bisher aber nicht.


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Tröglitz in Sachsen-Anhalt, Vorra und Reichertshofen in Bayern, Meißen in Sachsen, Limburgerhof in Rheinland-Pfalz oder die Hansestadt Lübeck – die Liste der Orte, in denen fremdenfeindliche Brandstifter Anschläge auf geplante Flüchtlingsunterkünfte verübt haben, wird immer länger. Am Wochenende brannte eine leerstehende Unterkunft in Remchingen bei Karlsruhe aus. Die Polizei vermutet Brandstiftung und schließt fremdenfeindliche Motive der Täter nicht aus.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und der badische evangelische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh verurteilten den mutmaßlichen Brandanschlag. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) erklärte auf Facebook: „Jeder Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft, ein Angriff auf uns alle. Es reicht!“ Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) rief erneut dazu auf, „klare Kante“ gegen solche Angriffe zu zeigen.

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