Klimaschutz vom Kirchendach


© dpa Im 13. Jahrhundert, als diese Kirche im mecklenburgischen Zernin erbaut wurde, gab es noch keine Photovoltaik-Anlagen.
Klimaschutz ist eigentlich eine logische Folge des Glaubens – geht es doch um den Erhalt der Schöpfung. Aber im Alltag von Kirchengemeinden ist der Einsatz für weniger CO2-Ausstoß oft ein mühsames Ringen.


Von Christina Denz|evangelisch.de

Jürgen Nielsen ist einer von etwa 14.000 Energieberatern in Deutschland. Sein Spezialgebiet: Kirchen. Bis 2020 sollen die evangelischen Kirchen 40 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen als 2005, dazu haben die EKD-Synodenmitglieder 2014 aufgerufen. Fachleute wie Nielsen beraten Gemeinden und kirchliche Einrichtungen, wie sie Gebäude dämmen können oder welche Heizung geeignet ist.

„Natürlich wollen auch wir Energiekosten senken“, sagt Nielsen, der Mitglied der Konferenz der UmweltberaterInnen in der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) ist und im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg arbeitet. „Aber wir wollen auch einen Beitrag zur Klimagerechtigkeit und zum Frieden weltweit leisten.“ Die Erhaltung der Schöpfung verpflichte die Kirchen, sagt er. Fragen an den eigenen Lebensstil und die Verantwortung des Einzelnen seien „eigentlich eine logische Folge des Glaubens“.

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