Die Millionen-Deals der Papst-Bank in Deutschland


Vatikanbank
Vatikanbank
Geldwäsche, Korruption? Alles Vergangenheit. Der Vatikan hat den schmutzigen Geschäften angeblich abgeschworen. Doch Italiens Behörden glauben das nicht. Sie finden Spuren, die nach Deutschland führen.


Von Tobias Bayer, Sebastian Jost|DIE WELT

Der Brief an die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und Interpol geht am 29. Mai raus. Absender ist die Staatsanwaltschaft Rom. Der Inhalt hat es in sich. Die Italiener bitten um Rechtshilfe, bereits zum zweiten Mal. Sie fordern Informationen darüber an, wie die Deutsche Bank mit dem Institut der religiösen Werke (IOR) zusammenarbeitet, der Bank des Papstes.

Mindestens drei Konten hat das IOR bei der Deutschen Bank. Für das Konto mit der Nummer „935424200“ interessieren sich die Italiener besonders. Genauer gesagt für zwei Buchungen. Am 22. Februar 2012 werden drei Millionen Euro, am 14. März 2012 ganze fünf Millionen Euro nach Italien überwiesen.

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