Lieber Fanatiker: Hat die Religion einen ethischen Mehrwert?


Wenn ein Mann ein Kind vor dem Ertrinken rettet, weil er die Hölle fürchtet: Ist er dann ein guter Mensch?


Von Markus Tiedemann|Frankfurter Rundschau

Lieber Fanatiker!

Die heutige Frage ist sehr umstritten. Kritische Stimmen sprechen religiösen Systemen jeden ethischen Wert ab. Ethik, so die Kritiker, sei der Versuch, Werte und Normen zu definieren, die für alle Menschen und zu allen Zeiten nachvollziehbar und verbindlich sind. Hierfür sei es erforderlich, von einer Basis auszugehen, die für alle Menschen akzeptabel ist – beispielsweise das Streben nach Glück oder die Vernunft. Religiöse Wertesysteme beginnen aber notwendig mit der Prämisse: „Gott ist!“.

Da diese Annahme für viele Menschen auf unserer Erde ein reines Hirngespinst ist, taugen die Religionen auch nicht als Grundlage für eine gemeinsame Wertebasis. Zudem wird kritisiert, dass Religionen oftmals mit Angst und nicht mit Überzeugung arbeiten.

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2 Comments

  1. Was schlagen die religiösen Gutmenschen denn vor, außer phantasievollem Geschwurbel über das allerliebste Jesulein, der gegen Gebete jeden Wunsch erfüllt – ähnlich dem großen weisen Vorsitzenden im Kommunismus

    Zinsen und Gewinne aus Investitionen als Motor der Wirtschaft mit Handel und Produktion sind bei Christen und Muslimen unter Todesstrafe verboten. Die Christen haben damit in 200 Jahren das römische Reich und in 150 Jahr den katholischen Deutschen Orden insolvent gemacht und die Menschen verelendet. Bei nicht erkennbarem Gewinnstreben von Unternehmen untersagt das Deutsche Finanzrecht die steuerfreie Anrechnung von Verlusten, der finanzielle KO für Firmen und speziell die religiösen Gutmenschen, für die Rechnen und Wirtschaften Mysterium Gottes sind.

    Betriebswirtschaftlich ist ein Kredit so zweckgebunden wie die Investition, die er möglich machte. Das Geld ist für Religioten ein Geschenk des Himmels um es zu verprassen wie Bischof TvE mit 41 Mill. € für seine winzige Wohnung von 600 m² mit extremsten Luxus und Protz.

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  2. >>Religiöse Menschen hingegen sehen in der Natur die Erhabenheit der göttlichen Schöpfung und fühlen sich zu deren Schutz verpflichtet.<<
    Mal wieder ein Fall von "God thinks like you". Genauso gut könne man argumentieren, dass religiöse Menschen die Natur ausbeuten, weil Gott gesagt hat "macht euch die Erde untertan". Er hat die Welt erschaffen, da wird es Ihm nicht schwerfallen, sie zu erhalten oder zu reparieren. Er hat doch zugesagt, keine zweite Sintflut zu schicken.
    Und Tiere haben sowieso keine Seele, während sie für Evolutionisten zur Verwandschaft gehören.

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