Theologe Reinhard Slenczka: Zeitgemäßheit ist das herrschende Dogma der EKD


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Evangelischer Theologe Reinhard Slenczka: „Von einer normativen Funktion von Schrift als Wort Gottes und Bekenntnis als Manifestation des Heiligen Geistes kann hier überhaupt keine Rede mehr sein.“


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Scharfe Kritik an dem im März erschienenen EKD-Grundlagentext „Für uns gestorben – die Bedeutung von Leiden und Sterben Jesu Christi“ übt der Theologieprofessor Reinhard Slenczka (Erlangen). Darin werde ein „Kuschelgott“ gemalt, schreibt er in einer Stellungnahme zu dem Papier. Dessen Autoren karikierten und bagatellisierten den in der Bibel bezeugten „Zorn Gottes“ gemäß menschlicher Meinungen. Als Beispiel verweist Slenczka auf die Aussage im Text: „Die feministische Theologie hat darauf aufmerksam gemacht, dass hinter der Vorstellung eines zornig aufbegehrenden Gottes ein Gottesbild steht, bei dem unterdrückerische und bisweilen sogar sadistisch anmutende Vaterbilder auf Gott projiziert werden.“ Dem Theologen zufolge geht es beim „Zorn Gottes“ um das gegenwärtige und zukünftige Gerichtshandeln Gottes, „das durch das Wort Gottes für Zeit und Ewigkeit erkannt wird“. Damit solle zur Umkehr gerufen und deutlich werden, „wie Gott in unserem persönlichen Leben in der Geschichte von Völkern den Ungehorsam und die Übertretung seiner Gebote bestraft“. Deshalb müsse man ernsthaft fragen, mit welchem Recht Kirchenverwaltungen erklärten, dass gleichgeschlechtlchtlicher Verkehr keine Sünde sei. Dabei heiße es im Römerbrief (Kapitel 1) und im 1. Korintherbrief (Kapitel 6), „dass diejenigen, die das tun, das Reich Gottes nicht erben werden“.

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