Blutiges Walmassaker


Bild: Sea Shepherd Deutschland/Facebook
Bild: Sea Shepherd Deutschland/Facebook
Die Organisation Sea Shephered macht mit einem Video auf das rituelle Abschlachten auf den Faröer-Inseln aufmerksam, 7 Aktivisten wurden festgenommen


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Bislang wusste man vor allem von Japan, dass dort nicht nur weiterhin Walfang betrieben wird, sondern dass es auch Schlachtfeste gibt, auf denen Delfine und kleinere Wale an die Küste getrieben werden, um dort in einem blutigen Spektakel massakriert zu werden („Das ist ein Teil unserer Kultur“). Es sei ein alter Brauch, dies einmal jährlich zu machen und die Meeressäugetiere mit Messern abzuschlachten, wobei sich das Meer rot färbt.

Einen ähnlichen Brauch gibt es auch immer noch auf den Färöer-Inseln, wo jedes Jahr im Rahmen des Grindadráp Hunderte von Grindwalen mit kleinen Motorbooten in Buchten getrieben und dort getötet werden. Im Unterschied zu den Japanern gehen die Bewohner der zu Dänemark gehörenden Inseln „humaner“ vor. Seit 30 Jahren werden keine Speere und Harpunen mehr eingesetzt. Die Tiere, die dem Strand nicht nah genug kommen, werden mit einem stumpfen Fanghaken, der in ihr Blasloch gesteckt wird, an Land gezogen. Dort werden die Wale getötet, indem ihnen das Rückenmark und die Halsschlagader durchtrennt werden. Das ist sicher dann ein schneller Tod, trotzdem bleibt es ein blutiges Schlachtfest, wie es allerdings alltäglich in den Schlachthöfen auch stattfindet.

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Wal_Schlachten