Italiens Bischöfe rügen Schul-Entscheidung des Höchstgerichts


Kritik an Aufhebung der Steuerbefreiung: Niemand investiert in Italien mehr in Bildung, und wer dies tut, wie etwa katholische Privatschulen, wird dafür nun auch noch bestraft


kathweb

Bild: tilly
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Die Italienische Bischofskonferenz (CEI) hat ein Urteil des obersten Gerichts zur Aufhebung der Steuerbefreiung für katholische Schulen kritisiert. Es handele sich um eine „ideologische“ Entscheidung sagte der CEI-Generalsekretär, Bischof Nunzio Galantino, laut Medienberichten vom Sonntag. Niemand investiere heute in Italien mehr in Bildung, und wer dies tue, wie etwa Privatschulen, werde dafür nun auch noch bestraft, so Galantino im Interview der Tageszeitung „La Repubblica“.

Das Kassationsgericht in Rom hatte in einer am Freitag veröffentlichten Entscheidung zwei katholischen Schulen im norditalienischen Livorno zur Nachzahlung der Grundsteuer verurteilt. Die Entscheidung könnte landesweit Signalwirkung haben. Betroffen sind grundsätzlich alle 13.000 Privatschulen, von denen die meisten in katholischer Trägerschaft sind. Der Verband katholischer Schulen in Italien (Fidae) hatte das Urteil ebenfalls kritisiert. Er fürchtet die Schließung von Schulen. Die italienische Regierung kündigte unterdessen eine Klärung der Rechtslage an.

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