Berlin plant ein Islamisches Institut


Koran

Bislang werden an fünf Standorten in Deutschland Imame an Hochschulen ausgebildet. Bald soll es einen sechsten geben: Berlin plant ein Islamisches Institut. Im Wintersemester 2017/18 sollen die ersten Studenten anfangen, viele Fragen sind aber noch offen.


Von Kemal Hür|Deutschlandfunk

Die Diskussion über ein Islamisches Institut wird in Berlin seit 2008 geführt. Aber sie steckt dennoch in den Kinderschuhen. Ein zentraler Punkt ist die Ausbildung von Imamen. Allein bei dieser Frage sind die Auffassungen sehr verschieden. In der politischen und öffentlichen Diskussion lautet eine zentrale Forderung: Die Imame müssen hier ausgebildet werden, denn es sei wichtig, die hiesigen Lebensumstände zu kennen, um auf die Bedürfnisse vor allem junger Muslime einzugehen. Auch wird oft laut über Predigten in deutscher Sprache nachgedacht. Der stellvertretende Landesvorsitzende der DITIB in Berlin, Süleyman Küçük, hält das aber für eine Ungleichbehandlung. Genauso wie Russen, Griechen und Italiener ihre Predigten in ihrer Sprache hielten, müssten die Muslime das auch dürfen, sagt Küçük.

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