Nanopapier: Die durchsichtige Stromquelle


Ein Forscher-Team hat transparentes Nanopapier modifiziert, so dass es selbst Energie generiert. Das könnte den Weg zu Papier-basierter Elektronik ebnen, die keiner externen Stromquelle bedarf.


Von Jennifer Lepies|Technology Review

3D-Visualisierungen von Kohlenstoff-Nanoröhren (Wikimedia Commons / Mstroeck / Wikimedia Commons / Mstroeck / cc-by-sa-3.0)

Papier mit eingebetteter Elektronik herzustellen, daran arbeiten Forscher bereits seit einigen Jahren. Sie versprechen sich davon leichte, flexible und in der Herstellung kostengünstige Geräte. Das Ziel dieser Forschung ist es, auf Kunststoff und Glas als Trägermaterial für elektronische Schaltkreise zu verzichten und stattdessen auf Papier als nachwachsenden Rohstoff zu setzen.

Eine Schlüsselrolle spielt dabei so genanntes Nanopapier. Im Unterschied zu normalem Papier mit seinen Mikrometer breiten Fasern sind beim Nanopapier die verwobenen Zellulose-Fasern nur noch wenige Nanometer breit. Die Zellulose wird aus Pflanzenfasern gewonnen und bildet als Zellstoff eine wichtige nachwachsende Ressource in der Papierherstellung. Das Nanopapier ist durch die feineren Fasern nahezu transparent und besitzt eine glatte, fast plastikartige, Oberfläche. Es bietet so optimale Voraussetzungen, um sehr feine elektronische Leiterbahnen aufzutragen.

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