Fremdenfeindlichkeit: Nicht geahndeter rechter Terror


Das Haus in Remchingen (Baden-Württemberg) sollte als Flüchtlingsunterkunft dienen, bevor ein Brandanschlag darauf verübt wurde. Foto: dpa
Die Angriffe auf Flüchtlingsheime bleiben für die Täter folgenlos. Ihr Wert wird nicht hoch genug geachtet, um zum Schutz Gesetze zu verschärfen. Dabei sind die Attacken nichts anderes als: Terror.


Von Markus Decker|Frankfurter Rundschau

Nehmen wir an, in der ersten Jahreshälfte 2015 seien 200 Bankfilialen attackiert worden – und damit so viele wie im ganzen Jahr zuvor. Nehmen wir weiter an, jene, die sich schützend vor die Bankfilialen stellen, würden attackiert. Nehmen wir schließlich an, das alles geschehe mit einem Ziel: die Filialen zu schließen. Was dann los wäre? Die Parteien im Bundestag würden Sicherheitsbehörden besser ausstatten und Gesetze verschärfen wollen. Niemand würde zweifeln, dass eine Form von Terror vorliegt.

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