Katholen-Extremismus, Menschenfeinlichkeit, Homosexualität und Todesstrafe


Vitus Huonder am Freitag in Fulda. Katholische Web- und TV-Sender übertrugen den Kongress live in die ganze Welt. Bild: Screenshot bonifatius.tv
Bei einem katholischen Kongress in Fulda lieferten sich Hedwig von Beverfoerde und zwei Bischöfe ein Wettrennen um die homophobste Hetze.


Von Norbert Blech|QUEER.DE

„Ehe und Familie – gottgewollter Auftrag und Weg zum Glück“ – so lautet in diesem Jahr das Motto des dreitägigen Kongresses des Forums Deutscher Katholiken in Fulda, der schon in den letzten Jahren durch homophobe Äußerungen und Initiativen aufgefallen war (queer.de berichtete). Für 2015 war anhand von Motto und Rednerliste zu befürchten, dass der Kampf gegen LGBT-Rechte und eine Vernetzung der entsprechenden Akteure an erster Stelle stehen würden (queer.de berichtete). Es sollte dann bereits am ersten Tag noch viel schlimmer kommen als erwartet.

So schien sich Vitus Huonder aus dem schweizerischen Chur Gedanken gemacht zu haben, wie man homophobe Hetze so verpacken kann, dass sie einerseits deutlich und andererseits nicht angreifbar sein könnte, zumindest juristisch. Die naheliegende Lösung: Ein Referat entlang von Bibelstellen.

Zwei davon fand er bei Levitikus. Eine oft gehörte, aber zumindest in Deutschland kaum noch offiziell zitierte aus dem Alten Testament (Lev 18,22): „Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; das wäre ein Gräuel.“ Als der Bischof im März in seiner Heimat das Wort „Gräuel“ in einer Predigt in diesem Zusammenhang nutzte, hatte ihm das einige öffentliche Empörung über diese Abwertung eingebracht (queer.de berichtete).

Davon ließ er sich offensichtlich nicht beeindrucken und schob am Freitag in Fulda noch die Langfassung des Zitats hinterher (Lev 20,13): „Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben.“

Die Bibel lege hier die „göttliche Ordnung“ dar, so Huonder in seiner Auslegung der zwei Bibelstellen. Direkt im Anschluss meinte er zur „gleichgeschlechtlichen Praxis“, die „zitierten Stellen“ würden „genügen, um der Frage der Homosexualität aus der Sicht des Glaubens die rechte Wende zu geben“. Dafür erhielt er großen Applaus der bis zu 1.000 Teilnehmer des Kongresses.

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2 Comments

  1. Der Extremist Huonder hat etwas verschwiegen. Wer in die Kirche geht um dort seine schwer gestörte Psyche immer wieder eichen zu lassen, der muss unbedingt die nachfolgenden Tötungen ausführen – sonst ist sein Platz im Paradies futsch. Niemand kann vor Gott bestehen, der nicht wie von ihm befohlen tötet

    Yahwe (Mos 5) verlangt von allen guten und eifrigen Christen die Ausrottung falscher Propheten, Mörder, Homosexuelle, Bisexuelle, Hurenkinder, Hurenböcke, Sodomisten, Kranke mit Krätze oder Flechte, Schwiegertochter Ficker, Vergewaltiger, Männer mit gequetschten Hoden und/oder nächtlichem Samenerguss, Blinde, Lahme, vergewaltigte Frauen, Menschen die gesäuertes Brot essen, die Blutwurst oder Tiere essen welche auf 4 Füßen gehen, Entführer, Feiertagsarbeiter, Gotteslästerer, Zinsnehmer, Wucherer, Geldeintreiber, Söhne die ihre Eltern verfluchen, Kleinwüchsige, Zauberer, Toten Beschwörer, Wahrsager, Männer die die Blöße der Schwester oder Mutter sehen und vor allem die Verweigerer von 10% Kirchensteuer.

    Der himmlische Zombie (Deut 20-16.17) rottet als Irrer 35 Mill. Menschen im religiösen Wahn aus. Gerechte Kriege, Ethnozide, Genozide, Kriegsdienst sind für Christen unverzichtbar. Ausgerottete Völker wie Hiviter, Kanaaniter, Hethiter, Girgasiter, Amoriter, Pherisiter, Ebusiter mit den Haustieren leben alle weiter. Keiner hat ihnen gesagt, dass Gott sie ermorden ließ.

    (5 Mos 12-2) „Ihr sollt all die Stätten zerstören, wo die Nationen, die ihr vertreiben sollt, ihren Göttern gedient haben: auf den hohen Bergen, auf den Hügeln und unter jedem üppig belaubten Baum. Ihr sollt ihre Altäre abreißen, ihre Steinmale zerbrechen, ihre Aschera-Pfähle verbrennen und ihre Götterbilder zerstören. Nichts darf mehr an sie erinnern.“

    (Num 31-17) „So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind“ (Jes 13.16) „Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden.“

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  2. Diese geistig gestörten Gottesdeuter kommen einem vor wie die Musikkapelle auf einem sinkenden Schiff. Das Wasser steigt und steigt auf den Decks, die Kapelle spielt trotzdem immer weiter bis auch der letzte Zuhörer weg ist

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