Misereor: Tausende Jesiden leben noch immer im Sindschar-Gebirge


Ein Jahr nach der Vertreibung Tausender Jesiden im Nordirak durch die Miliz „Islamischer Staat“ (IS) harren nach Angaben des Hilfswerks Misereor noch mehr als 10.000 Flüchtlinge im Sindschar-Gebirge aus.


evangelisch.de

Pfau-Engel der Jesiden
Pfau-Engel der Jesiden

Die Versorgungslage sei angespannt, erklärte das katholische Hilfswerk am Freitag in Aachen unter Berufung auf seine Partnerorganisation „Jiyan Foundation“, die mehrere Flüchtlingslager im Nordirak betreut. Ihr Leiter Salah Ahmad warnte, die Lage drohe sich durch die jüngste Konfrontation zwischen der türkischen Regierung und der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) weiter zu verschärfen.

„In diesem Sommer wurde das Wasser zeitweise äußerst knapp, es gab sehr wenige Reserven“, berichtete Ahmad. Die Flüchtlinge litten unter Temperaturen über 40 Grad. Eine große Herausforderung sei auch die medizinische und psychologische Betreuung der oftmals schwer traumatisierten Menschen.