Apostel Huonder spricht von Todesstrafe für Homosexuelle


Für Vitus Huonder sollen Bibelstellen, die die Todesstrafe für Homosexuelle fordern, der neue Leitfaden für den Umgang mit Homosexualität sein


Von David Berger|TELEPOLIS

Vitus Huonder, Bild: wikimedia.org/CC BY 2.0

Eigentlich kommt es in der katholischen Kirche, auch bei deren Hardlinern, nur noch selten vor, dass sich jemand für die Frage des Umgangs mit Homosexualität auf einzelne Bibelstellen beruft. Zu sehr durchgesetzt hat sich hier die Einsicht, dass ein wort-wörtliches Verstehen dieser Stellen, unberührt von den wissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten 100 Jahre, einen zum Fundamentalisten-Clown werden lässt.

Selbst der als extrem homophob in die Geschichte eingehende Papst Benedikt XVI hat dies m.W. nie getan, sondern sich immer auf das (ganz und gar unbiblische) philosophische Naturrecht bzw. die Natur des Menschen berufen, um Homosexualität abzulehnen, da sie der „Reproduktion der Art“ hinderlich sei.

Nicht einmal der homophobe Papst Benedikt XVI hätte so argumentiert

Nun hat einer der kirchlichen Würdenträger mit diesem Tabu gebrochen. Und zwar ausgerechnet ein Bischof der Schweizer Katholiken, die eigentlich in aller Welt für eine verhältnismäßig liberale Einstellung zu Schwulen und Lesben bekannt sind. Der Bischof von Chur, Vitus Huonder, hat sich in einem Vortrag bei einem Kongress des „Forums deutscher Katholiken“ gleich mehrmals auf aus dem Gesamtkontext gerissene Bibelstellen berufen.

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