Trennung von Staat und Religion ist unschätzbar wichtig


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Die Hälfte der Berliner hat kein Problem damit, wenn eine muslimische Lehrerein an einer staatlichen Schule mit einem Kopftuch unterrichtet. Unsere Chefredakteurin begrüßt die Toleranz und erinnert gleichzeitig daran, dass es ohne staatliche Neutralität keine Freiheit der Religion gibt.


Von Brigitte Fehrle|Berliner Zeitung

In der Apotheke meiner Wahl treffe ich in aller Regel Frauen mit Kopftuch an. Hinter dem Verkaufstresen wohlgemerkt. Das stört mich weder noch freut es mich. Es ist für mich Teil einer Normalität in der Großstadt Berlin, die ich kaum wahrnehme. Ob die Frauen das Kopftuch aus religiösen, politischen oder modischen Gründen tragen, ist dabei für mich völlig unerheblich. Ich erwarte kompetente Bedienung und Beratung.

So weit ist die Sache einfach. Sprechen wir aber von Lehrerinnen, Richterinnen, Staatsanwältinnen, Justizvollzugsbeamtinnen, so ist die Frage anders zu beurteilen. Die Trennung von Staat und Religion ist ein unschätzbar wichtiger und fundamental bedeutender Grundsatz in unserem Land.

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