Israels Bischöfe erstatten Anzeige gegen antichristliche Hetze


Extremistischer Rabbiner hatte zur Brandstiftung an Kirchen aufgerufen mit der Begründung, Orte des Götzendienstes müssten zerstört werden


kathweb

Die katholischen Bischöfe im Heiligen Land haben Anzeige gegen die rechte jüdische Organisation „Lehava“ und deren Vorsitzenden Rabbiner Bentzi Gopstein erstattet. Gopstein hatte bei einer Podiumsdiskussion vor Talmudschülern zu Brandstiftung an Kirchen aufgerufen. Die Hassaufrufe seien nicht hinnehmbar und stellten eine Bedrohung für die christlichen Bauten des Landes dar, heißt es in einer Stellungnahme vom Freitag. Die katholische Gemeinschaft des Heiligen Landes habe Angst und „sieht sich in Gefahr“, so die Bischöfe. Sie appellierten an die israelischen Behörden, den Christen und ihren Gottesdienstorten Schutz zu garantieren.

Gopstein hatte laut Medienberichten unter Berufung auf den jüdischen Gelehrten Maimonides argumentiert, Orte des Götzendienstes müssten zerstört werden. Er sei bereit, dafür 50 Jahre im Gefängnis zu verbringen. In einer Reaktion auf die Veröffentlichung eines Mitschnitts seiner Äußerung sagte Gopstein, er habe sich zur Einstellung Maimonides zum Christentum geäußert und nicht dazu aufgerufen, das Gebot in die Tat umzusetzen. Dies sei Sache der Regierung, nicht einzelner.

weiterlesen