Religionssoziologe: Verhältnis zur Kirche ist lau geworden


jesus_schaukelNach Einschätzung des Religionssoziologen Detlef Pollack hängen die meisten Kirchenaustritte nicht direkt mit der Kirche zusammen.

kath.net

«Zehn bis zwanzig Prozent der Kirchenmitglieder sehen sich selbst als austrittsgeneigt an. Passiert etwas, das sie ärgert, dann sind sie weg», sagte er der «Süddeutschen Zeitung» am Freitag. Empörung etwa über den Missbrauchsskandal sei ein Symptom dafür, dass das Verhältnis vieler zur Kirche «lau» geworden sei.

Nach der im Juli von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlichten Statistik haben 2014 so viele Katholiken wie noch nie ihren Kirchenaustritt erklärt. Dennoch bezeichnen sich laut Pollack bis zu 70 Prozent der Westdeutschen als gläubig. «Das wichtigste Austrittsmotiv war: Ich kann auch ohne Kirche Christ sein», so der evangelische Theologe, der Sprecher des Münsteraner «Exzellenzclusters Religion und Politik» ist und im Frühjahr eine Studie zu «Religion in der Moderne» vorgestellt hat.

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