Udo Di Fabio: Dodo des Monats Juli 2015


Dodo des Monats Juli 2015
Dodo des Monats Juli 2015


Udo_Di_FabioHomosexualität ist subversiv.  Sie ist ein grundlegendes Problem des Christentums, das sich mit der schwulen Schöpfung ihres imaginären Freundes nicht abfinden kann, genau genommen sogar intellektuell damit überfordert ist.  Ein Schweizer Apostel schwadroniert über die Todesstrafe für Homos, so sie denn ihre Homosexualität aktiv ausleben.  Ohne Ende reden Katholen und Evangelen von Sexualität, Familie, Kinder, verbales Christen-Porn.

Homosexualität zerstört die „christlichen Werte“, welche über Jahrhunderte den Neuzugang zur Gemeinde sichern halfen. Reproduktion ist das Zauberwort. Die ökonomisch-soziale Absicherung des Konstrukts Familie wurde religiös fundiert der säkularen Welt aufs Auge gedrückt. Die Zeiten ändern sich, die Menschen ebenso. Umorientierung, Interessenverschiebung, liberale Entwicklung der eigenen Person braucht keinen Vormund. Religiös nicht und schon gar nicht staatlich.  Die Menschen sind weiter als Politik, Judikative es je gewesen waren. Die Gestalter der Gesellschaft hinken mehr als drei Cocktails hinterher und an dieser politisch-sozialen Bruchstelle treten die Widersprüche zu tage. Kirchenaustritte, Politikmüdigkeit, lasst die da oben schwafeln und Udo Di Fabio ist auch so ein Schwafler, einer der den konservtiven Weltbild aus der Adenauer-Zeit anhängt.  Wem interessiert eigentlich was ein ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht zu sagen hat? Niemanden. Also wird der Joker gezogen, mediale Aufmerksamkeit heischend wird katholischer Konservatismus schön geredet.  Die vollmundig verkündete Weltlösungskompetenz ist humanistische Inkompetenz. Liest man etwas von Di Fabio in den Medien ist es religiös kontaminiert. Es kommt der Verdacht auf, dass er sich als eine Art Superman der Kirchen verkauft, nur, die Kirchenaustrittszahlen sprechen eine andere Sprache und der Konservatismus des Juristenb Di Fabio ist für die Tonne, historisch, sozial humanistisch sowieso. Anders sind solche Sätze nicht erklärbar:

„man solle nicht jede Unterscheidung – etwa die zwischen der Ehe von Mann und Frau und gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften – unter Diskriminierungsverdacht stellen: „Bestimmte Unterscheidungen, etwa die zwischen Staatsbürgern und Ausländern, sind notwendig, sonst kann ein Staat nicht funktionieren.“

Wer so etwas sagt, wünscht sich die alten Zeiten herbei, vielleicht sogar den mit dem 29. Strafrechtsänderungsgesetz vom 31. Mai 1994 aufgehobenen Paragrafen 175 des deutschen Strafgesetzbuches.
Entweder alle Menschen sind gleich oder sie sind es nicht. Wenn Homosexuelle ungleicher sind muss man das rechtlich regeln und nicht drumherum reden. Völlig inkonsistent der Vergleich von Staatsbürgern und Ausländern und wider besseren Wissensm könne der Staat so nicht funktionieren. Der Staat funktioniert und wenn dann inhumane Juristen aufhören würden in die Belange der Gesellschaft ihre religösen Plattitüden zu tragen, wäre es optimal. Es ist völlig unwichtig und belanglos, die religiösen Präferenzen von Richtern, egal auf welcher Ebene, zu kennen. Dieses Offenlegen religiöser Attitüden hat etwas von intellektueller Prostitution an sich.

Wir alle wissen, Katholen-Sex ist kompliziert. Keine Spontaneität, Gummis, Pillen, Spiralen, Schäume, alles geht nicht. Die liebende katholische Frau muss in ihre Knaus-Ogino-Kladde gucken, ob es passt, das törnt ab. So weit die Theorie. Wir wissen zwischenzeitlich dass im Weinberg des Herrn eine stille, für den Klerus unbemerkte Revolution von statten ging. Die Lehre der katholischen Kirche entspricht nicht mehr den Lebensumständen der Menschen. Jeder, ob gläubig oder ungläubig, wird tagtäglich mit dem Problem der Homosexualität konfrontiert, oftmals sogar in den eigenen Familien. Die Akzeptanz in der Gesellschaft ist vorhanden, wenn nicht Politiker und Schwarzkittel gewaltig hinterher hinken würden. Menschen wie Udo Di Fabio sitzen noch in den 50igern fest und haben nicht bemerkt, dass sich die Welt erheblich weitergedreht hat.

Der Staat hat sich aus den sexuellen Identitäten seiner Individuen herauszuhalten, tut er das nicht ist das wie freiheitlich-demokratisches Schlüssellochgucken.

Die Homo-Ehe kommt, ewiggestrige Zeitgenossen wird das überfordern.

Herzlichen Glückwunsch.

1 Comment

  1. Religioten unterwerfen sich dem Diktat einer Religion, die ihr Leben und Handeln in fast allen Details bestimmt und dazu vorgibt ihr Interesse zu wahren. Die Vorstellung ein geistig schwer Gestörter, kriminell Vorbestrafter mit unerfüllbaren Sexphantasien im Kopf schreibt mir per seinen schriftlichen Ergüssen vor, was ich zu tun und zu lassen hätte, die ist geradezu erschreckend

    Der Prophet einer Religion kann noch so verlogen, kriminell, sexuell krank und sein heiliges Buch mit ewigen Wahrheiten frei phantasiert, kopiert und gefälscht sein wie etwa die Mormonen Bibel von Joseph Smith, wenn der „Brainwash“ den geistig behinderten Dumpfbacken gefällt, dann fließen die Geldspenden.

    Gleichfalls wird die „Neue Welt Bibel“ der Zeugen Jehovas von 4 Schriftgelehrten übersetzt, die unter Eid im Gerichtsverfahren zugeben müssen, die Sprachen alter Texte wie Mittelhebräisch, Aramäisch, Altgriechisch nicht zu kennen. Das gilt auch für die Vulgata (RKK Bibel), die keine Apostel oder deren Schüler schreiben, sondern die paranoide Phantasten mit gestörter Sexualität frei phantasieren, was absurde Verhaltensnormen und göttliche Aufrufe zu Mord und Krieg belegen. Der von Gott erleuchtete Prophet Martin Luther ist nur ein paranoider antisemitischer Macho von sehr beschränkter Intelligenz.

    Trotzdem verehren Nilliarden Menschen diese Irren, wie krank im Kopf kann man blos sein ?

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