Verfolgung der Rohingya ist Mord


Bild bearb. BB
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Konkret wandte der Papst seine Forderung nach Dialog und Respekt vor der Identität des Anderen auch bei der Frage eines Jugendlichen aus Indonesien an, wie man angesichts einer dem Christentum feindlich gesinnten Umgebung seinen Glauben leben könne. Gut aufgelöst werde ein Konflikt auch in einer von vielen Kulturen geprägten Gesellschaft nur dann, wenn er in Richtung Einheit weise.

kathweb

Als besonders drastisches Beispiel von fehlendem Respekt und somit ausbleibender Lösung nannte der Papst das Schicksal des in Myanmar verfolgten Volkes der Rohingya. Deren Bootsflüchtlinge würden von den Ländern, in denen sie stranden, bloß mit Essen und Wasser versorgt, dann aber wieder aufs Meer hinausgeschickt, erinnerte Franziskus. „Das ist Krieg, das ist Gewalt, das nennt man jemanden ermorden“, so der Papst.

„Respektiert die anderen! Sucht, was dort Gutes ist! Sucht in ihren Religionen, in ihrer Kultur, sucht die Werte, die sie haben. Respektiert das“, verdeutlichte Franziskus nochmals, wie Konflikte auch um religiöse Identitäten im Dialog gelöst werden müssten.