„Deutschland will Kriegserklärung des IS nicht wahrhaben“


Gegen die türkische Politik und die IS-Fanatiker: Auf dem Transparent der Demonstranten ist mit Bezug auf AKP und die Terrormiliz ein berühmter Ausspruch aus dem spanischen Bürgerkrieg (1936–1939) zu lesen: „Sie werden nicht durchkommen“ Foto: Stefan Laurin
Tausende Jesiden und Kurden prangern in Köln den Kampf der Türkei gegen die PKK an. Auch Unmut über die Bundesregierung wird laut: Die müsse der Realität uns Auge blicken und die Türkei mäßigen.


Von Stefan Laurin|DIE WELT

Sie kamen aus ganz Deutschland, um in Köln zu protestieren. Gegen die Türkei – die ihrer Ansicht nach die kurdischen Truppen bekämpft, statt sich auf den Anti-Terror-Einsatz gegen den Islamischen Staat (IS) zu konzentrieren. Und gegen die deutsche Regierung, die sich nicht klar gegen die Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ausspreche.

Die meisten Demonstranten waren Kurden, Jesiden, Assyrer und Araber. Einig waren sie sich alle in der Ablehnung des IS und in der Unterstützung der in Deutschland als Terrororganisation verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK). Viele Ordner trugen die Uniform der Peschmerga, der kurdischen Partisanen. Auf zahlreichen Fahnen war das Bild von Abdullah Öcalan, dem seit 1999 inhaftiertem Führer der PKK, zu sehen.

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