USA: Erstes mit 3D-Drucker hergestelltes Medikament zugelassen


Ausgedruckte Tabletten. Bild: Aprecia/Heise.de
Noch wird viel damit experimentiert, zu welchen Zwecken 3D-Drucker eingesetzt werden könnten. Die FDA, die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der USA, hat nun erstmals ein Medikament zur Einnahme zugelassen, das mit einem 3D-Drucker hergestellt wird. Der Schritt öffnet den lukrativen Markt der Medizin für 3D-Drucker und damit verbundene Anwendung. Anfang 2016 soll das 3D-Drucker-Medikament auf den Markt kommen. 


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Bei dem vom Pharma-Unternehmen Aprecia entwickelten Medikament mit dem Namen Spritam handelt es sich um eine Tablette gegen Epilepsie. Der 3D-Drucker bindet mit einer wässrigen Lösung die Schichten aus dem Pulver, das den Wirkstoff enthält, zu einer porösen, wasserlöslichen Struktur zusammen und entfernt das überschüssige Pulver.

Angeblich kann sich die mit dem 3D-Drucker hergestellte Tablette wegen ihrer unterschiedlichen Beschaffenheit sehr viel schneller als herkömmlich hergestellte Tabletten auflösen. Mit dem ZipDose-Technology genannten Verfahren, das am MIT entstanden ist, soll sich die Tablette bereits im Mund mit einem Schluck Wasser innerhalb von 10 Sekunden auflösen.

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