Warum der Greenwich-Meridian wanderte


Diese Messinglinie markiert den historischen Nullmeridian in Greenwich – doch sie stimmt heute nicht mehr. © Andres Rueda / CC-by-sa 2.0
102 Meter versetzt: Die Linie, die im englischen Greenwich den nullten Längengrad markiert, stimmt nicht mehr. Denn der offizielle, per GPS bestimmte Meridian liegt heute 102 Meter östlich davon. Warum das so ist und welche Auswirkungen dies auf das gesamte Meridiansystem der Erde hat, haben US-Forscher nun näher untersucht.


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Im Jahr 1884 einigten sich die Vertreter von 25 Nationen auf der Internationalen Meridiankonferenz erstmals auf ein einheitliches System von Längengraden und Zeiten. Fortan, so beschloss man, sollte das Transitteleskop des Observatoriums von Greenwich den Nullmeridian und damit auch den Bezugspunkt für die Weltzeit markieren. Wer heute Greenwich besucht, der kann im Innenhof des Royal Greenwich Observatory den Nullmeridian als Messingstreifen besichtigen.

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