Burundis Kirche zum Schweigen verdammt?


Wieder werden burundische Bürger gezielt ermordet. Die Fronten sind verhärtet. Nun meldet sich die katholische Kirche zu Wort – nach langem Schweigen. Ob sie beim Präsidenten Gehör findet, bleibt offen.


Von Philipp Sandner|Deutsche Welle

Es ist eine angespannte Situation, aus der heraus sich der burundische Bischof zu Wort meldet. „Der Dialog ist das einzige Mittel, das die verfeindeten Lager in Burundi zusammenführen und die Politiker zur Vernunft bewegen kann“, sagte , Erzbischof der zentralburundischen Diözese Gitega, am Dienstag bei einem Deutschlandbesuch. Doch von Dialog ist in dem ostafrikanischen Land wenig zu spüren. Seit Präsident Pierre Nkurunziza bei umstrittenen Wahlen das verfassungswidrige dritte Mandat für sich reklamiert hat, hat sich die Lage weiter angespannt. Noch am Mittwochabend wurden in der burundischen Hauptstadt Bujumbura drei Menschen getötet, unter ihnen ein pensionierter UN-Mitarbeiter und ein Mann, der kurz zuvor eine Petition gegen Nkurunziza unterzeichnet hatte.

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