Berliner Schnauzen: Weißhandgibbon


Weißhandgibbon-Paar (Hylobates lar), hell und dunkel gefärbte Morphe. Bild: wikimedia.org/CC BY 2.5

Diese Affen singen beinahe wie Vögel. Und das wird den Gibbons manchmal zum Verhängnis.

Von Ulf Lippitz|DER TAGESSPIEGEL

Bruno singt. Jeden Morgen gegen 10 Uhr. Zehn Minuten, eine Viertelstunde lang schallt die Stimme des Gibbonmännchens durch den Tierpark, gar nicht unähnlich einem tropischen Vogel wie dem Beo. Ein Auf und Ab von hohen Tönen, die erst einmal sagen: Jungs, das ist mein Revier.

Egal, ob irgendein anderer Gibbon in der Nähe ist oder nicht. Oft fällt Weibchen Frieda in den Gesang ein, sie geben ein Urwaldduett zum Besten, ein Bekenntnis der Partnerschaft vielleicht. Stimmbänder strapazieren, der eine glockenhell, der andere fügt ein dunkles Grollen dazu, fertig ist die musikalische Morgenroutine.

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