Rekordsommer: Ausgetrocknete Elbe gibt Minen frei


Folge der anhaltenden Trockenheit: Der Meß-Stab zum Ablesen des Wasserstandes der Elbe liegt unterhalb der Augustusbrücke in Dresden komplett trocken. Foto: Arno Burgi/dpa
Die anhaltende Hitze fördert in der teilweise ausgetrockneten Elbe Minen, Granaten und Patronen aus dem Zweiten Weltkrieg ans Licht. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst muss deshalb an manchen Tagen mehrmals ausrücken.


Frankfurter Rundschau

Das anhaltende Niedrigwasser hat insbesondere an der Elbe vermehrt Patronen, Minen und Granaten zutage gebracht. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst habe deshalb an manchen Tagen mehrere Einsätze gehabt, teilte ein Sprecher am Freitag in Magdeburg mit.

Funde hätten beispielsweise Angler gemeldet, die sich neue Plätze für ihr Hobby suchen mussten – aber auch Spaziergänger, die in ausgetrockneten Teilen des Flussbetts unterwegs waren. Es habe auch Munition gegeben, die vor Ort gesprengt werden musste. Beim Verdacht auf Kampfmittel müsse sofort die Polizei gerufen werden. Dass das Material mehr als 70 Jahre lang Umwelteinflüssen ausgesetzt war, macht es den Angaben zufolge noch gefährlicher.