Schweiz: Bibelzitate können zerstörerische Kraft haben


Bischof Felix Gmür. Bild: Radio Vatikan
Bibelzitate sind keine „nassen Waschlappen“, die man einander „um die Ohren schlagen“ könne. So kommentiert der Baseler Bischof Felix Gmür die Debatte um den Bischof von Chur, Vitus Huonder.


Radio Vatikan

Huonder hatte in einem Vortrag aus der Schrift Stellen zitiert, welche Homosexualität verdammen. Er merke immer wieder sehr deutlich, „welch aufbauende, aber auch welch explosive und zerstörerische Kraft einzelne Bibelzitate“ haben könnten, wenn sie aus dem Zusammenhang gerissen würden, so Gmür.  Als Bischof fühle er sich für alle Menschen verantwortlich, dazu gehöre, dass er sich aller Menschen vorbehaltlos annehme.

Ausdrücklich dankte Gmür für die Stellungnahmen der Bischöfe Markus Büchel und Charles Morerod sowie von Abt Urban Federer. In einem weltweit angespannten politischen Klima erwarte er von sich und auch von meinen bischöflichen Mitbrüdern, dass die Kommunikation der Verständigung und Integration dient, so Gmür abschließend. Das erwarte er auch von seinen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.