Palliativmediziner: Gesetz allein schafft keine Klarheit bei Sterbehilfe


Ein neues Gesetz kann nach Ansicht des Direktors der Klinik für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Bonn, Lukas Radbruch, nicht für eindeutige Klarheit bei der Sterbehilfe sorgen.


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Notwendig sei vielmehr eine Wertediskussion, forderte der Mediziner am Freitagabend beim 7. Bioethikforum der Evangelischen Kirche im Rheinland in Bonn. Es sei zweifelhaft, ob die Frage der Sterbehilfe gesetzlich besser geregelt werden könne.

Vielen Patienten und auch Ärzten sei nicht bewusst, dass auch die derzeitige gesetzliche Regelung die Unterstützung beim Suizid nicht unter Strafe stelle, sagte Radbruch, der auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin ist. Zwar sei ärztlich assistierter Suizid in zehn von 17 Ärztekammern standesrechtlich untersagt. Allerdings müssten die Landesärztekammern nicht einschreiten und hätten dies zuletzt in den 70er Jahren getan.

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