Warum die Bundeswehr die Türkei verlässt


In den drei Einsatzjahren musste keine Rakete abgeschossen werden. ©AFP
Das Bedrohungsszenario habe sich verändert, sagt Verteidigungsministerin von der Leyen. Das stimmt zwar. Es ist aber nicht der einzige Grund, die Patriot-Raketen zurückzuholen.


Frankfurter Allgemeine

Der Bundeswehr-Einsatz in der Türkei war zuletzt stark umstritten. Allerdings nicht nur, weil sich das Bedrohungsszenario verändert hat, wie das Verteidigungsministerium nun offiziell erklärt, sondern vor allem, weil sich die Türkei im Syrien-Konflikt nicht so verhält, wie es sich Deutschland und die Vereinigten Staaten wünschen. Am Samstag gab die Bundesregierung bekannt, dass die Bundeswehr die Türkei nach drei Jahren bald verlassen werde.

Wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mitteilte, werden die Raketenabwehrsysteme vom Typ „Patriot“ mit derzeit 250 deutschen Soldaten bis Ende Januar 2016 von der Südostgrenze des Landes abgezogen.

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