Serbische Kirche: Kosovo darf kein UNESCO-Mitglied werden


Flagge der Serbisch-Orthodoxe Kirche. Bild: wikimedia.org

Die serbisch-orthodoxe Kirche kämpft Seite an Seite mit der Belgrader Regierung gegen die Aufnahme des Kosovo in die UNESCO. Bereits im Juli hatte sich Außenminister Ivica Dacic in der Materie in einem Brief an UNO-Generasekretär Ban Ki-Moon gewandt. Darin bezeichnet er das Gesuch Pristinas zur Aufnahme des – u.a. von Österreich, Deutschland und den USA als souveräner Staat anerkannten – südosteuopäischen Landes in die UNO-Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturorganisation als „inakzeptabel gemäß internationalem Recht“.

kathweb

Der mehrheitlich von ethnisch albanischer Bevölkerung bewohnte Kosovo war vor dem Kosovokrieg 1998/99 eine Provinz Serbiens innerhalb der Bundesrepublik Jugoslawien. Die einseitige Unabhängigkeitserklärung erfolgte 2008. Etwa die Hälfte der UN-Mitglieder haben bisher die Unabhängigkeit anerkannt.

In einer am Sonntag von der Wiener Stifung „Pro Oriente“ veröffentlichten Stellungnahme des Sprechers der serbisch-orthodoxen Kirche, Bischof Irinej (Bulovic), heißt es, die serbisch-orthodoxe Kirche werde die diplomatischen Bemühungen Belgrads um den Schutz des serbischen religiös-kulturellen Erbes im Kosovo unterstützen. Sie habe dies auch in der Vergangenheit getan. Man unterstütze die Feststellung des Außenministers, dass eine Aufnahme der unilateral als selbständig erklärten Republik Kosovo in die UNESCO „schädlich“ wäre.

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