Steinzeit-Monolith am Meeresgrund entdeckt


Heute liegt der Steinzeit-Monolith 40 Meter unter dem Meeresspiegel, doch einst stand er an der Küste. © Lodolo et al. /Journal of Archaeological Science
Überraschender Fund: Vor der Südküste Siziliens haben Forscher einen eindeutig menschengemachten Steinblock am Meeresboden entdeckt. Der zwölf Meter lange Monolith ist rund 10.000 Jahre alt und hat drei kreisrunde, gleichgroße Löcher, deren Funktion noch rätselhaft ist. Seine Erbauer schufen ihn zudem nicht vor Ort, sondern transportierten ihn von einer 300 Meter entfernten Formation an seinen Standort – eine erstaunliche Leistung für diese Zeit.


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Unsere Vorfahren errichteten schon in der Steinzeit erstaunliche Bauwerke und Monumente – und das ohne sonderlich fortgeschrittene Technik. Davon zeugen bekannte Anlagen wie Stonehenge und Göbekli Tepe in Anatolien. Doch viele weitere Zeugnisse solcher früher Kulturen könnten noch im Meer verborgen sein. Denn viele Gebiete, die heute bis zu 100 Meter unter dem Meeresspiegel liegen, waren am Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren noch Teil der Landflächen – und damit auch potenzielles Siedlungsgebiet für unseres Vorfahren.

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