„Keine protestantische Selbstprofilierung oder Heldengedenken Luthers“


LutherLogo_50Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, freut sich auf die Planungen zum „Reformationssommer 2017“, zu dem Hunderttausende Besucher in Wittenberg erwartet werden. Im Interview spricht der bayerische Landesbischof über die Planungen, ihre Finanzierung und die Spekulationen eines Papstbesuches in Deutschland vor dem Jubiläum.

Von Thomas Schiller|evangelisch.de

Thomas Schiller (epd): Die Planungen für das Reformationsjubiläum 2017 laufen auf vollen Touren, was sind für Sie die Höhepunkte?

Heinrich Bedford-Strohm: Ich freue mich sehr auf den Reformationssommer 2017. Ich freue mich auf den evangelischen Kirchentag in Berlin und die Kirchentage auf dem Weg in den mitteldeutschen Städten, die sich dann zum Schlussgottesdienst in Wittenberg treffen. Auf den Elbwiesen wollen wir mit mehreren hunderttausend Menschen einen kraftvollen und fröhlichen Gottesdienst feiern. Auch auf die „Weltausstellung Reformation“, die im Mai 2017 in Wittenberg beginnt, freue ich mich. Kirchen der Welt und zivile Aussteller werden sich dort über den Sommer präsentieren und den Reichtum dessen, was die Reformation freigesetzt hat und heute noch bedeutet, zeigen.

Gibt es auch besondere Angebote für Jugendliche?

Bedford-Strohm: Wir planen ein Jugendcamp mit vielen jungen Menschen, die in Wittenberg sein werden. Schon jetzt ist die Nachfrage groß. Konfirmandengruppen werden aus allen Teilen Deutschlands und darüber hinaus kommen. Wir rechnen mit insgesamt 20.000 Jugendlichen, die über den Sommer 2017 in Wittenberg jeweils eine Woche verbringen. Ich freue mich, dass das Reformationsjubiläum jung sein wird und eine Generation 2017 prägen könnte.

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