Kompostierbare elektronische Schaltungen


Br6A-Kristall, der organisches Licht abgibt. Bild: Myxiao/CC-BY-SA-3.0
Allgemein bekannt seit gut 80 Jahren sind elektronische Schaltungen, die auf Leiterkarten gedruckt und nachfolgend mit den benötigten Bauelementen bestückt werden. Inzwischen werden jedoch zunehmend auch Bauteile direkt auf entsprechende Substrate gedruckt, was die Produktion deutlich verbilligt und damit die Zahl der Anwendungen erhöht und letztlich die Menge des anfallenden Elektronikschrotts weiter steigern dürfte.


Von Christoph Jehle|TELEPOLIS

Mit dem Schritt von der bestückten Leiterplatte zur weitgehend oder vollständig im Druckverfahren erstellten elektronischen Schaltung reduzieren sich die Herstellungskosten so deutlich, dass sich mit derartigen Bausteine neue zusätzliche Märkte erschließen lassen: Von interaktiven Verpackungsmaterialien über Temperatur-Sensoren und Trackern in Verpackungen wärmeempfindlicher Produkte bis zu intelligenten medizinischen Pflastern, welche den Heilungsprozess überwachen, oder Blutzuckersensoren werden sich zahlreiche neue Anwendungsfälle für gedruckte Schaltungen ergeben.

Am InnovationLab in Heidelberg arbeiten derzeit Forscher der neu eingerichteten „Nachwuchsforschergruppe Biolicht“ an gedruckter Elektronik aus kompostierbaren Naturmaterialien und den für eine industrielle Produktion benötigten Verfahren. Auch wenn Nachwuchsforscher sich jetzt wie eine Abteilung von „Jugend forscht“ anhört, besteht die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit insgesamt 1,7 Millionen Euro unterstützte Nachwuchsgruppe aus Mitarbeitern, die ihr Studium schon abgeschlossen haben.

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