Vom Einzelgänger zum einzigen Gott


Unglückliches Kind? Der indische Gott Varuna wird oft im Wasser dargestellt. / Bild: (c) Wilhelm-Fink-Verlag
Wie entstand der Monotheismus? Eine originelle Theorie: Aus dem schwierigen indischen Gott Varuna sei Zarathustras „Herr der Weisheit“ geworden.


Von Thomas Kramar|Die Presse

„Es gibt keinen Gott außer Gott“, steht auf der schwarzen Flagge des IS. In Zeiten, in denen eine radikale und brutale Form des Monotheismus wütet, ist es legitim, vielleicht sogar hilfreich, sich mit dem Wesen des Eingottglaubens zu befassen. Und Fragen zu stellen: Wo, wann und wie ist der Monotheismus entstanden? Was zeichnet ihn aus? Ist er notwendigerweise aggressiver als andere Religionen?

Der Ägyptologe Jan Assmann hat Letzteres zwar nicht explizit behauptet, aber doch angedeutet. Er prägte das Wort von der „mosaischen Unterscheidung“ – zwischen dem eigenen, dem wahren Gott und den anderen, den falschen Göttern –, die eine ganz neue Form der Gewalt in die Welt gebracht habe: die Gewalt im Namen Gottes.

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1 Comment

  1. Da bisher noch keiner der etwa 3000 verehrten Götter sich jemals geäußert hat, wird der Glaube an „den einzig wahren Gott“ zum russischen Roulette.

    Das ist wie eine Revolvertrommel mit 3000 Kammern, von denen nur 1 leer ist. Man drückt den Abzug und hat eine Chance von nur 1:2999 den richtigen Zombie im Himmel anzubeten, mit Geld großzügig zu schmieren und nicht in der ewigen Hölle zu landen

    Wie bescheuert muss man eigentlich sein sich darauf einzulassen ?

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