Österreichs „fast gänzliches Versagen“ bei Nazi-Verfolgung


foto: ap/anthon unger Sieht grobe Defizite in der Verfolgung der NS-Kriegsverbrecher in Österreich: Efraim Zuroff vom Simon Wiesenthal Center in Jerusalem.

Simon Wiesenthal Center in Jerusalem wirft Österreich „oft unkooperatives“ Verhalten vor – Schottisches Magazin bringt Interview mit verstorbenem Altnazi


Von Maria Sterkl|derStandard.at

Österreich habe Nazi-Verbrecher im eigenen Land zu lasch verfolgt, kritisiert Efraim Zuroff vom Simon Wiesenthal Center in Jerusalem laut einem Bericht der schottischen Investigativ-Plattform „The Ferret“.

Anlass ist ein 2008 geführtes, aber erst jetzt auf The Ferret publiziertes Interview mit dem Waffen-SS-Offizier Herbert Schweiger, der bis zu seinem Tod 2011 in Österreich lebte. Dass Schweiger trotz „mehrerer Kriegsverbrechen“ nie wirklich zur Verantwortung gezogen worden sei, ist in Zuroffs Augen „kaum überraschend angesichts des fast gänzlichen Versagens Österreichs, Nazi-Kriegsverbrecher gerichtlich zu verfolgen“.

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