Artensterben: Ist das Sterberegister der Natur außer Kontrolle?


© F.A.Z., Anne Bäurle, Anika Assfalg, Kerstin Pasemann, F.A.Z.
Die Wissenschaft sagt: Der Artenschwund ist noch viel größer als in Roten Listen ausgewiesen. Unser FAZ.NET-Comic-Video erklärt, warum das Thema unterschätzt wird.


Von Anne Bäurle|Frankfurter Allgemeine

Denkt man an Hawaii, denkt man an blaues Meer und blauen Himmel, an exotische, intakte Natur. An einen Brennpunkt des ökologischen Massensterbens denken jedenfalls die wenigsten. Doch genau als solche wird die Inselgruppe im Pazifischen Ozean von Fachleuten bezeichnet. Denn die hawaiianische Flora und Fauna war einst sehr viel artenreicher. Auf der Inselgruppe entstanden, abgeschottet durch das Meer, mit den Jahrtausenden viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Viele von ihnen sind endemisch, es gibt sie auf Hawaii und nirgendwo sonst. Mit der Zeit wurden sie immer weniger, denn der Mensch setzte Tiere und Pflanzen nicht nur auf die Speisekarte, er schleppte auch fremde Arten auf die Inselgruppe ein, denen die einheimischen nichts entgegenzusetzen hatten.

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