Menschenrechtler empört über Unterstützung der Türkei


Die Türkische Nationalversammlung "Der Souverän ist ausnahmslos das Volk" (Mustafa Kemal Atatürk) © meclishaber.gov.tr, bearb. MiG
Die Türkische Nationalversammlung „Der Souverän ist ausnahmslos das Volk“ (Mustafa Kemal Atatürk) © meclishaber.gov.tr, bearb. MiG
Die Gesellschaft für bedrohte Völker protestiert dagegen, dass die Bundesregierung die Türkei angesichts ihres militärischen Vorgehens gegen die Kurden weiterhin unterstützen will.


kath.net

Außenminister Frank-Walter Steinmeier habe – wie andere EU-Politiker – sogar Verständnis für die Militäroffensive gegen die kurdischen Arbeiterpartei PKK geäußert, schreibt der Generalsekretär der Menschenrechtsorganisation, Tilman Zülch (Göttingen), in einem Offenen Brief an den SPD-Politiker. Die Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sei nicht auf Sicherheit, Stabilität, Frieden und Versöhnung gerichtet, sondern auf Krieg und Eskalation. De facto gehe Erdogan nicht nur gegen die PKK, sondern auch gegen die Kurden in der Türkei, im Irak und in Syrien vor. Die türkische Luftwaffe führe seit etwa zwei Wochen Krieg gegen jene Kräfte, die insbesondere die nicht-muslimischen Minderheiten vor der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) schützen. Die mit der PKK verbündeten Einheiten und die kurdischen Peschmerga-Kämpfer seien die wichtigsten Partner der Region im Kampf gegen IS. Sie verteidigten hunderttausende Zivilisten – etwa Christen und Jesiden.

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