Roboter findet selbst den Weg


Universität Bonn

Einst dienten die Priscilla-Katakomben in Rom als Grabstätten für die Toten, aktuell sind die unterirdischen Gänge ein Testgelände für einen autonomen Roboter eines EU-geförderten Projekts.

Von Jennifer Lepies|Technology Review

Mit 30 Zentimetern pro Sekunde rollt der Roboter durch die dunklen Tunnel. Stück für Stück bringt ihn sein Kettenantrieb voran. Ein Scheinwerfer an der Front des Gefährts wirft Licht voraus. In den Wänden sind flachen Nischen. Vom zweiten bis zum fünften Jahrhundert nach Christus bestatteten hier die Christen ihre Toten, viele Märtyrer waren darunter. Von der Geschichte ahnt der Roboter jedoch nichts. Für ihn ist es wichtig, sich zu orientieren. Dass er das völlig selbstständig kann, haben ihm unter anderem Cyrill Stachniss und seine Mitarbeiter an der Universität Bonn beigebracht. Der Roboter namens Matilda ist das Herzstück für das archäologische Kartierungsprojekt ROVINA in Roms Untergrund. Für viele Archäologen könnte er künftig einspringen, wenn es für sie zu gefährlich wird.

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